Pelzhandel / Trapper

Unterkunft der Trapper (Lodges)

In dieser Epoche stellen wir die Zeit der Trapper (von engl. trap: Falle) bzw. Mountain Men während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dar. Die Begriffe werden für die Fallensteller, Pelztierjäger oder Männer der Berge in der Zeit des Pelzhandels in Nordamerika, dem heutigen Kanada und der USA verwendet. Die Hochphase des Pelzhandels bewegte sich in den Jahren von 1805 bis ca. 1840.

 

Die meisten Felle wurden für Pelzbekleidung nach Europa exportiert. Besonders begehrt waren in dieser Zeit Hüte aus Biberhaar. Die Mode änderte sich ab 1835 und die Hüte, vornehmlich Zylinder, wurden durch Hüte aus Seide ersetzt. Die Zeit der Trapper neigte sich dem Ende zu, da die Preise für Biberfelle stark fielen und somit das Fallenstellen nicht mehr lukrativ war.

 

Viele der Trapper und Mountain Men entdeckten auf der Suche nach immer neuen Fanggründen unbekannte Landstriche und kannten sich in der Wildnis des Westens von Nordamerika bestens aus. Sie mussten sich in der Natur behaupten und zu Recht finden. Ihre Nahrung suchen und erjagen. Viele Trapper lebten mit den Indianern zusammen, viele hatten indianische Frauen, sprachen ihre Sprache, trieben Handel, tauschten Felle und trafen sich einmal im Jahr zum großen Rendezvous. Dort wurden Pelze an die Händler aus St. Louis verkauft. Kugeln, Pulver und andere Dinge des täglichen Gebrauchs eingehandelt. Es wurde gefeiert, gerauft und Wettspiele veranstaltet. Oft war nach kurzer Zeit der Verdienst eines Jahres ausgegeben und man zog wieder in die Berge um Biber zu fangen. Ein raues, hartes aber freies Leben. Als die Ära der Trapper vorbei war, wurden viele von ihnen Treckführer für die Wagenkolonnen der Siedler aus dem Osten nach Westen. Einige wurden Scouts bei der Armee, Bisonjäger, andere wieder Händler an den Trails nach Westen. Namen wie Jim Bridger, Kit Carson, die Brüder Sublette und viele mehr gingen in die amerikanische Geschichte ein.

 

Durch die verschiedenen Kulturkreise mit denen die Trapper in Berührung kamen ist unser Hobby sehr interessant. Bei der Ausübung unseres Hobbys können wir Kleidung aus verschiedenen Kulturen miteinander kombinieren und tragen. Indianische Kleidung aus Leder mit Fransen, die mit Perlen oder Quill (Stickerei aus Stachelschweinborsten) bestickt sind. Sowie Kleidung die von Händlern oder Handelsposten vertrieben wurden und für die Zeit in der ersten Hälfte des19. Jahrhunderts typisch waren. Gebrauchsgegenstände, Gewehre mit Stein- oder Perkussionszündung und viele andere Dinge aus dieser Zeitepoche können angefertigt und getragen werden, um so ein authentisches Bild dieser Zeit wiederzugeben.

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letzte Änderung: 11.09.2017

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